Nach einem mehr oder weniger schrecklichen Tag in Chennai, konnten wir entlich das Flugzeug in Richtung Port Blair besteigen. 2 Stunden und 15 Minuten Flug langen vor uns. Warum auch immer – wir durften sogar Busiess Class fliegen. Anscheinend war die Eco-Class im Flieger ausgebucht. Wir hatten jedenfalls nichts dagegen. Als wir in Port Blair gelandet sind, nahmen wir ein Taxi zum Bootshafen. Von dort aus brachte und die Fähre nach Havelock Island. Havelock ist eine ca. 8km lange Insel, die in östlich von Port Blair liegt. 


remi am rumhngen

Kaum dort angekommen ging die Suche nache einer Unterkunft los.  Die Erste war eine ziemliche Bruchbude. Also weiter zur nächsten. Die sah dann schon ein wenig besser aus. Nur wurde uns gesagt, dass wir für einen Discount mind. 5 Tage bleiben müssten. Ach ja... und auch mind. 2 Mal am Tag im hauseigenen Restaurant essen – das waren die Bedinungen. Ach was solls. Wir haben dann das Hut genommen. Denn hinter uns stauten sich die anderen Touris, die mit uns auf der Fähre waren und auch eine Unterkunft suchten. Und da es langsam dunkel wurde (schon gegen 5pm),  gingen wir auf Nummer sicher und sagten zu. Naja... leider mussten wir schond bald feststellen, dass das Hut feucht war und unangenehm anfieng zu mueffeln. Zu allem Uebel  lag es auch direkt neben der oeffentlichen Toilette, das uns mit dem ganzen Klangspektrum der indischen Morgentoilette des gesamten Personals beglueckte.  Wuergen und Spucken als allmorgendlicher Wecker. 



Zudem scheint es, dass die Israel Indien neu zu kolonisieren versucht . Einige Resorts, so auch das Gold India, haben fast ausschliesslich junge israelische Gaeste, die frisch von Ihrem Militaerdienst entlassen wurden. Israelis muessen mit 18 Jahren ins Militaer – Maenner 3 Jahre und Frauen 1.5 Jahre. Da erstaunt es dann auch nich gross, dass diese 20 bis 21 jaehrigen nur eines wollen – Party und dies laut lange und am liebsten jeden Tag.  Wenn man einen Israeli von seiner Herde separiert stellt sich heraus, dass dies ganz liebe leute sind und sich wirklich gute Gespräche entwickeln können aber die hebräischen Gesprächsbrocken die aus allen Richtungen rueberschwappen ziehen die Armen Israels immer wieder zurueck zur Grossreisegruppe und in diese kann man ohne hebräisches Studium keinen Fuss setzen kann.  Fünf Tage später haben wir uns dann ins Eldorado Beach Ressort umquartiert wo ein bisschen eine groessere Vielfalt an Nationalitaeten herrscht.


 

Noch am selben Abend musste Remi als erstes die verschiedenen Tauchbasen abklappern. Auch nicht verwunderlich nach 3 Monaten Tauchunterbruch. Wir haben uns dann fürs Erste für Dive India entschieden. Zu unserem Erstaunen mussten wir feststellen, dass mal alles ohne grosses Tam Tam klappte. Doch wurde „Sicherheit“ sehr sehr klein geschrieben. Das Equiptment wurde bereits fertig zusammengebaut aufs Boot gebracht. Buddy-Check existiert auf den Andamanen nicht. Und wenn der eine oder andere Automat mal ein wenig abbläst, ist dies noch lange kein Grund nicht auf 30m abzutauchen. Sauerstoff an Board – fehlanzeige. Die nächste Dekokammer in Thailand. Wenn das mal gut geht. Wenigstens hatte Anna ein super sexy Shorty, der so zerschlissen war, dass der ganze Po rausguckte.

 

Nach den ersten zwei Tauchgängen wechselten wir zu den Blue Lagoon Divers. Die waren biliger und machten auch einen netten Eindruck. Doch der Schein trog. Dass was wir da erlebten geht unter keine Kuhaut. Von A bis Z liefe jetzt aber auch jeden Tag irgend etwas schief. Sei es, dass die Bootscrew das Boot bei Ebe auf ein Riff setzte oder das sie mit einem anderen Tauchboot crashten. Zudem existierte hier nicht nur der Buddy-Check nicht – es gab auch kein Briefing. Erwaehnt sei hier aber, dass unser Diveguide Vinnot, der auch erst 2 Monate bei Blue Lagoon Divers arbeitete sich wirklich Muehe gab.

 


Etwas entäuscht waren wir schon nach den ersten paar Tauchgaengen die reiche wie die Korallen verbleichten nun auch unsere Hoffnungen, dass wir noch wirklich schoene Divesites zu sehen kriegen wuerden hier auf den Andamanen. Die Sicht war meist bescheiden und die Korallenbleiche im letzen Mai hat die sonst so leuchtende Unterwasserwelt gedaempft. aber ein paar schoene Eindruecke konnten wir trotzdem sammeln.

 

 


Die knorrigen Aeste der Baeume an den weissen Sandstraenden in Havelock laden geradezu ein sich in einer Haengematte dranzuhaengen und die Seele und die Fuesse baumeln zu lassen. Wenn man dann noch das Glueck hatte ein gutes Buch in einem der spaerlichen Book - exchanges zu finden, ist die Idylle komplett. Remi hat sogar begonnen Buecher zu lesen in dieser entspannten Umgebung. Und wenns zu warm wird hilft ein ein Sprung ins kuehle Nass. Na ja, kuehl ist es nicht grad eher Badewassertemparatur und Springen ist auch nicht wirklich empfehlenswert, da das wasser nur knietief ist und der Strand mit Steinen uebersaet ist die auf ahnungslose Zehen lauern unterwasser. Aber erfrischend ist es allemal. So richtig weit rausschwimmen moegen wir eh nicht nach dem wir die aktuelle Insel-Klatsch-Story gehoert haben, wo eine Touristin in diesem Jahr von einem Salzwasserkrokodil zerfleischt wurde an eben jenem Beach.


 

Aber keine Angst ‚ die meisten Aktivitäten auf der Insel waren ungefaehrlich und wir haben sie beide mit nur kleinen Schrammen ueberlebt. So haben wir Abends Leuchtplanktonfussball gespielt oder eine Partie Shithead gespielt im Halfmoon Cafe, welches mit Abstand das beste Essen auf der ganzen Insel hat.  Dass ich fast auf ne riesen Schlange getreten bin, ein paarmal nur knapp einem toetlichen Zusammenstoss mit eine Tuk Tuk entgangen bin und Remi mit einer monstroesen Spinne gekaempft hat, die so gross war, dass man hoeren konnte als sie ueber die Wand unseres Huts gerannt ist, lass ich hier lieber aus damit sich niemand unnoetig sorgen machen muss :)