klippen bei uluwatuZiemlich genau 8 Monate ist es nun her, als Anna und Remi in Denpasar, Bali, gelandet sind. Das der Aufenthalt in Indonesien so lange dauern würde, haben beide nicht gedacht. Doch alles hat einmal ein Ende. Am 20. November 2011 ging es von Denpasar wieder zurück nach Kuala Lumpur, Malaysia – von wo die zwei Weltenbummler den Kontinent „Asien“ in Richtung Amerika verliesen.

In den letzten paar Reiseberichten habt ihr bereits einige Örtchen und Plätzchen von Indonesien kennen gelernt. Nun ist es an der Zeit, die letzten 2 Monate unseres Aufenthalts revue passieren zu lassen.

Anfangs September ging es mit der Fähre von Sekotong über Lembar (Lombok) zurück nach Padang Bay und schliesslich nach Kuta (Bali). Wir erwarteten nämlich jemanden. Annas Mam mit ihrem Lebenspartner Max kamen auf Besuch. Eine Rundreise nach Ubud (Bali), Kuta (Lombok), Sengiggi (Lombok), Gili Air (Lombok) und schliesslich Sanur (Bali) ist geplant.

Gespannt warteten wir am Flughafen Denpasar, dass die richtigen zwei Gesichter aus dem Arrival-Gate kamen. Und da waren sie. Übermüdet aber wohlauf.  Anna viel ihrer Mutter nach ziemlich genau einem Jahr wieder in die Arme. Auch der Pick-up-Service des Hotels in Ubud war schon da. Und so konnten wir ohne gross den Hampelmann zu machen in ein Auto steigen und die erste Destination ansteuern. In Ubud angekommen bezogen wir unsere Zimmer. Keine 10 Minuten später waren wir mit Regenschirmen bewaffnet Richtung Monkeyforest unterwegs. Petrus war uns jedoch nicht gut gesinnt. Es begann zu regnen  - und zwar wie aus Kübeln. Also kurz umgeplant und ab ins nächste Restaurant. Viel gab es zu erzählen – natürlich alles bei einem Bintang (Bier) und einem super Nachtessen. Doch so gut das Essen auch schmeckte, so schnell kam jetzt die Müdigkeit. Kurze Zeit später lagen alle vier bereits auf den Brettern.

In den nächsten zwei Tagen war volles Programm angesagt. Monkeyforest zum zweiten, Vulkantour, Besichtigung einer Weberrei und einer Kaffeeplantage, Kechup-Tanz und und und. Fast schon zuviel des Guten. Ein lauer Nachgeschmack nach Pauschaltourismus kam auf. Also beschlossen wir, nach Lombok – genauer gesagt nach Kuta, Lombok, weiter zu reisen. Ja ja... Lombok hat auch das eine oder andere touristische Örtchen, jedoch nicht in der Fülle wie Bali. Mit einem Mini-Van gings nach Padang Bay wo die Fähre und 3.5 Stunden Überfahrt auf uns warteten. In Lembar war es dan „Tschum“, der Besitzer vom Lamancha Homestay, der abwarten musste (in Indonesien dauert eben alles ein wenig länger – vorallem Fähren). Dieser brachte uns dan langsam aber wohlbehütet nach Kuta. Kuta war so ein wenig der entspannende Teil dieser Rundreise. Lesen, schländern, baden und nix tun war angesagt. Viel mehr als das und Surfen kann man in Kuta auch nicht machen. Lediglich den Morning-Market liesen wir uns nicht entgehen.

Drei Tage später war dann Sengiggi angesagt. Sengiggi liegt auf der Westseite von Lombok und ist so ein wenig das Kuta-Bali von Lombok. Dort angekommen waren aber alle ein wenig im falschen Film. Irgendwie war dies nicht unser Platz. Zu viele Hotels, zu viele Touri-Stände, zu viel Verkehr. Also zogen wir nach zwei Nächten und einer Wasserfall Tour weiter nach Gili Air.

Gili Air ist eine der drei Inseln am nord-westlichen Ende von Lombok. In knapp einer Stunde kommt man zu Fuss einmal um die Insel. Autos und Motorräder sucht man hier vergebens. Es gibt einfach keine. Dafür hat es ein paar Pferdewagen (Lombok-Ferarri), super schöne Plätzchen wo man schorcheln, gut Essen und verweilen kann. Dies war dann auch Hauptthema für die nächsten paar Tage. Sogar Ursula und Max probierten das „mit dem Kopf unter Wasser halten“ einmal aus. Ursula, Annas Mam, wollte schon gar nicht mehr aufhören. Die Fische und die Farben haben sie in ihren Bann gezogen. Anna und Remi versuchten derweilen ihr Tauchequiptment, beziehungsweise einen Teil davon an die hisigen Tauchbasen zu verkaufen. Denn von nun an war wieder Reisen angesagt. Und Reisen mit Tauchequiptment ist nicht so praktisch. Gesagt getan – beide Wetsuits blieben auf der Insel. Der Rest ging dann ein paar Tage später mit Ursula und Max oder per „POS“ (Post) zurück in die Schweiz.

Doch zuerst machten wir noch Halt in Sanur, einem Touri-Ort am süd-östlichen Ende von Bali. Von dort aus war dann mehr oder weniger Shoppen angesagt. Viel mehr hatte Sanur auch nicht zu bieten. Sanur ist sozusagen das Meka für ältere Herrschaften mit Bierbauch und weissen Sportsocken.  Ja, und dann war es auch schonwieder soweit. So schnell wie sie gekommen sind waren sie schon wieder weg. Ursula und Max traten nach zwei Wochen Indonesien wieder die Heimreise in die Schweiz an. Anna und Remi liesen sich wiedereinmal in Kuta (Bali) nieder.

Ein paar Tage später stand nämlich schon der nächste Besuch auf der Liste. Tanja, eine ex-Arbeitskollegin von Remi, und ihre Freundin Daniela, buchten zwei Wochen Ferien auf Bali. Doch bis diese eintrafen, zogen wir mit Simone und Marco, einem super-coolen Pärchen das wir auf Lombok kennen gelernt hatten, um die Häuser. Beide waren ebenfalls schon länger unterwegs und sind wegen dem Surfen nach Indonesien gekommen. Surfen war überigens auch der Grund, warum wir es in Kuta (Bali) so lange ausgehalten haben. Dies war hier ohne grossen Aufwand vom Strand aus möglich. Das Dumme war nur, dass natürlich genau jetzt die Wällen auf sich warten liesen. Deshalb war mehr Padeln als Surfen angesagt. Trotzdem machte es Spass!

In der Zwischenzeit ist auch Tanja und Daniela in Bali gelandet. Sie waren jedoch nicht in Kuta sondern in Sanur untergebracht. Kein Problem - Sanur liegt nur ca. 30min (mit dem Taxi) von Kuta entfehrnt. Und Telefonkarten gibts auch ziemlich günstig zu kaufen. Also kurz mal „geSMSlet“ und schon standen die Zwei direkt vor unserer Nase. Nun war plaudern und Erkundungstour angesagt. Kuta hat doch einiges mehr zu bieten als Sanur. Nach ein paar kilometern Shopping-Marathon und tausenden „Yes – Transport“ beschlossen wir, ein paar Bierchen zu vernichten. So fanden wir uns ziemlich schnell im „Skygarden“, einer Discothek an der Jalan Legian, wieder. Neine - Totalabsturz war nicht geplant. Tanja und Daniela hatten noch immer die Zeitverschiebung und den Flug in den Knochen. So ginge wir wie gesittete und reife Leute braf nach Hause.

Zwei Tage später war dan ein Trip nach Lovina angesagt. Lovina liegt ganz im Norden von Bali und ist bekannt für Dolphin-Watching und Ruhe. Doch dass es so ruhig ist hätten wir uns nicht gedacht. Ebenfalls war Nebensaison und vollkommen tote Hose. Die erste Frage die sicht aufdrängte: „Was zum kuck-kuck machen wir hier“. Es gab nur eine richtige Antwort. So schnell als möglich wieder ein Retourticket nach Kuta buchen. Gesagt, getan. Zwei Tage später rollte der Mini-Van unter unsern Hintern zurück in Richtung Kuta. Tanja und Daniela machten noch in Ubud und Semonjak Halt. Da wir dies jedoch bereits gesehen hatten, trenten sich hier unsere Wege.

Wir kamen genau im richtigen Moment nach Kuta zurück. „Swell“ (Wellen) war angesagt. Und so verbrachten wir die letzten paar Tag in Indonesien mit Surfen, surfen und nochmals surfen (jedenfalls Remi). Anna war mehr mit Shoppen und Kleider schneidern lassen beschäftigt.

Ja...und dann kam der Tag – der 20. November 2011. Früh morgens um 6.05 Uhr startete unser Airbus A330 der AirAsia von Denpasar in Richtung Kuala Lumpur, Malaysia. Auf Wiedersehen Indonesia. Wir hatten viele super tolle Momente mit dir erlebt.  Bye bye und bis zum nächsten Mal wenn es wieder heist: „Yes – Transport, Mushroom, Viagra, Sunglases, T-Shirt“

PS: Letzteres sind die Schlagwörter vieler indonesischer Strassenverkäufer und Standbesitzer, die am „POS“ Point of Sale, verwendet werden. Jeder der einmal in Kuta-Bali war, wir diese Wörter einige male vernommen haben. Ruhig Blut!!!