hauptstrasse kutaSchon lange ist es her, dass man an dieser Stelle Neues über unsere Weltreise lesen konnte. Grund dafür war sicher unsere Anstellung bei DiveZone und sehr viel Arbeit. Nachdem wir Flores anfangs Juni in Richtung Lombok verlassen haben, führte uns unser Weg direkt nach Kuta (Lombok). Dort wartete unser neuer Job auf uns. Anna plante ihren PADI Divemaster zu machen und Remi als Tauchlehrer zu arbeiten.

Kuta (Lombok) ist ein kleines Dörfchen im Süden Lomboks, dass vorallem für die super Surfspots bekannt geworden ist. Das Dorfbild ist geprägt von vielen Warungs (lokale Restaurants), Bars und Surfshops. Doch mitten drin lässt sich auch der Diveshop “DiveZone Lombok” finden. Wir liesen uns nicht lange bitten und gingen erstmals “Hallo” sagen.  Ein junger Herr namens Agus stellte sich uns vor. Der Shop-Manager von DiveZone in Kuta. Auch der Rest vom Stuff, Ngab, Adi und Darm waren da. Doch der Chef lies auf sich warten. Dieser war in Kuta sehr selten anzutreffen, da sein Office auf der anderen Seite der Insel, in Sekotong, zu finden war. Naja… auch nicht so schlimm. Wir hatten so oder so noch einiges zu erledigen. Als erstes klapperten wir sämtliche Homestays und Loges in ganz Kuta ab. Nach einigen Kilometern und viel Verhandlungsgeschick viel unsere Wahl auf das “Lamanga Homestay” – die weit und breit sauberste, gemütlichste und ruhigste Unterkunft. Auch die Besitzer, Tschum und Ming, waren einfach das Beste was uns passieren konnte. Hilfsbereit, ehrlich und zuvorkommend. So vereinbarten wir, dass wir sicher für 3 Monate bleiben werden. Leider kam es dann doch nicht soweit. Denn mit erstaunen mussten wir feststellen, dass die Arbeit und die Kunden ausblieben. Ab und zu buchte mal jemand eine Tagestour nach Sekotong – doch dies blieb eher eine Seltenheit.  Kein Wunder – Juni bis August ist in Kuta Hochsaison für Surfer. Dann nämlich sind die Wellen am höchsten, die vom offenen Meer auf die südlichen Küstengebiete von Lombok treffen.  Ja, und wenns Wellen hat ist hier nicht viel mit tauchen. Denn entweder wird dem Kunden auf dem Schiff schon kotz-übel, oder die Strömungen sind so stark, dass kein sicheres Tauchen möglich ist. Ein wenig deprimiert, gelangweilt und entmutigt suchten wir das Gespräch mit unserem Boss, George. Die Lösung hiess ganz einfach “Umzug”  - und zwar nach Sekotong.

 



Sekotong liegt etwa 1.5 Autostunden von Kuta enfehrnt im südwestlichen Teil Lomboks. Dort bilden viele kleine Inselchen und die westliche Landzungen von Lombok eine Art riesige Lagune, die von starken Strömungen und Wellen geschütz ist. So gings am 6. Juni direkt nach Pandanang, einem winzigen Fischerdorf ganz in der Nähe von DiveZone Lombok in Sekotong. 


In Padanang fanden wir bei Ivan, einem Schweizer aus Genf, unterschlupf. Dieser war vor ein paar Jahren nach Indonesien ausgewandert und hatte dort vier Bungalows und eine sogenannte Beachvilla errichtet. Gut, es war nicht die optimalste Lösung die sich bot, aber eine der Einzigsten. Rund um Sekotong war nämlich nichts. Es gab einige Fischer, Bauern und Goldschürfer – aber sonst war da nichts. Sogar in den nächsten Warung musste man 2,5 Kilometer weit fahren.  Des weiteren verrichteten all unsere Nachbarn ihre Abend- und Morgentoilette direkt vor unserem Bungalow am Strand. Und das war dann doch ein wenig zuviel des Guten. Naja… dafür konnten wir jetzt tauchen soviel wir nur wollten. Dies galt jedenfalls für Remi. Der machte in den Monaten Juli und August über 160 Tauchgänge und 20 Kurse.  Anna kam nicht auf ganz soviel. Für sie war nämlich lehrnen angesagt. Denn nach Beendigung ihres Divemaster-Kurses entschied sie sich, den Instructor-Kurs auch gleich noch anzuhängen. Diesen bestand sie dann auch am 1. September mit Bravour auf Gili Air.

 



Tauchen rund um Sekotong und Belongas

Nachfolgend möchten wir euch die Unterwasserwelt rund um Sekotong und Belongas ein wenig näher bringen. Fangen wir mit Sekotong an. Wie im Bericht schon erwähnt, sind unzählig viele kleinere und grössere Inselchen vor der Küste Sekotongs zu finden. Rund um die Gilis (Inselchen) wird auch getaucht. Im Grossen und Ganzen kann man sage, dass sich um die Inselchen eine Riffdach mit anschliessendem Abhang befindet, der meistens zwischen 25 und 30 Meter in eine sandige Eben übergeht. Die Riffdächer wie auch die Abhänge sind gespickt mit Weich- und Hardkorallengärten, die weitgehend intakt sind.  Lebewesen findet man in allen Grössen. Unzählige Nacktschneckenarten, Rifffische, ab und zu mal ein paar Haie und Adlerrochen. Sekotong heisst gemütliches und entspanntes tauchen. Klar, auch hier kanne es mal ziehen, aber nicht so wie in Belongas.



Belongas ist ein Tauchgebiet, dass auf der Südseite Lomboks liegt. Dort herschen während den Monaten Juni bis August ziemlich rauhe Bedingungen. Advanced Open Water Diver und 100 Tauchgänge werden für das Tauchen in Belongas vorasgesetzt. Und dies aus gutem Grund. Am Magneten, dem berühmtesten Tauchplatz in Belongas, kommt es öfters mal vor, dass die Strömungen in alle Richtungen ziehen und innert Sekunden wechseln. Blasen die ausgeatmet werden gehen nicht mehr nach oben, sondern wie in einem Wheerlpool nach unten weg. Der Boden ist an der seichtesten Stelle 52m tief, 40m weiter im Süden gehts auf über 200m runter. Ihr fragt euch sicher – warum tut man sich sowas an. Ganz einfach! Belongas ist einer der wenigen Tauchplätze der Welt, wo noch Hammerhai-Schulen gesichtet werden können. Ebenfalls sind Mobulas (Teufelsrochen – ein wenig kleiner als ein Manta) an der Tagesordnung. Belongas ist eigentlich das pure Gegenteil von Sekotong. Also ist beim Tauchen bei DiveZone für jederman etwas dabei.

 



Der September wurde wieder ein wenig ruhiger. Die Saison näherte sich langsam ihrem Ende zu und die Kundenmänge nahm ab. Zudem bestand bei DiveZone ein wenig Stuff-Überfluss. Somit entschlossen sich Anna und Remi, zurück nach Bali zu gehen. Dort erwarteten wir Besuch von Ursula und Max (Annas Mamma und Partner), die am 8. Oktober in Denpasar (Bali) landeten.