Kuta_LombokNun sind wir schon über 4 Monate in Indonesien – vom Land viel gesehen haben wir jedoch noch nicht. Gut, Indonesien ist auch ziemlich gross. Doch liegt voher genanntes wohl daran, dass wir in Kuta, Lombok, hängen geblieben sind. Remi hat hier nämlich einen Job als Instructor bei DiveZone Lombok bekommen. Darum liegt es fast auf der Hand, dass Anna nun ihren Divemaster absolvieren kann. Mehr dazu später.

Kuta (Lombok), im Süden Lomboks gelegen, ist eigentlich für seine unzähligen Strände und Surfspots bekannt. Einige der besten Wellen weltweit sind in Lombok zu finden. Ein paar davon rund um Kuta. Gerade deshalb ist es nicht verwunderlich, dass in den Monaten Juli bis September (beste Surfzeit), die Wellenreiter sich die Klinke in die Hand geben. Während diesen Monaten wir alles teurer. Eier, Wasser, Transfairs, Zimmer etc. Doch zum Glück sind wir schon früher da gewesen und kennen langsam die örtlichen Gepfolgenheiten. Sonst gibts in Kuta eigentlich nicht viel zu tun. Ein paar Restaurants, viele Homestays und Strankneippen prägen das Bild des ehemaligen Fischerdörfchens. Ach ja... und dann gibt es da eben noch DiveZone Lombok.

DiveZone Lombok hat in Lombok drei Stützpunkte (Sekotong, Kuta und Belongas), wovon zwei einer Tauchbasis angeschlossen sind (Sekotong und Kuta). Wir wurden bis Ende Juli für Kuta eingeteilt. Da Anna jedoch ihren Divemaster absolviert und – aufgepasst – auch noch den Tauchlehrer anhängen wird, werden wir auf Anfang August nach Sekotong umziehen. Mitte bis Ende August steht dann kurzfristig nochmals ein Umzug an. Dann beginnt Anna’s IDC auf Gili Air. Und damit es Remi nicht langweilig wird, macht dieser gleichzeitig noch seinen Stuff Instructor Kurs.

Zurück nach Sekotong. Sekotong liegt an der Westküste Lomboks und ist seewärts von vielen kleinen Inseln geschützt. Diese bieten erstklassige Tauchplätze, die spetziell für Anfänger aber auch fortgeschrittene Taucher super geeignet sind. Da Lombok noch mehr oder weniger vom Massentourismus verschohnt geblieben ist, sind auch die Tauchplätze noch mehrheitlich intakt. Gut, auch hier wurde mit Dynamit gefischt. Aber dies konnte früh genug unterbunden werden, bevor grösserer Schaden an der Unterwasserweltz entstanden ist. Einzig und allein das Abfallproblem müsste noch gelöst werden. Denn viel Plastikmüll wandert nach wie vor einfach ins Meer.

Die Region rund um Sekotong ist von Fischdörfchen und Goldwaschern geprägt. Tourismus gibt es noch so gut wie gar keinen. Dies hat natürlich seine Vor- und Nachteile. Z.Bsp. ist das nächste Restaurant ca. 30min mit dem Bike entfehrnt. Gekocht wird selber (wenn man eine Küche hat) oder man fragt ganz einfach beim Nachbarn an. Jedoch gibts dann eigentlich immer Reis mit verbratenem Fisch und Hühnerdarm auf Spieschen. Ja... und das wird nach einer gewissen Zeit ziemlich eintönig. Und Hühnerdarm... naja – muss nicht sein. Auch das Einkaufen gestaltet sich schwierig. Entweder man fährt nach Mataram, der Hauptstadt von Lombok, oder man gibt sich mit dem was die örtlichen Läden anbieten – in der Schweiz würde man dem „Milchhüsli“ sagen – zufrieden.

Ein gutes Buch ist hier fast ein Muss. Denn ansonsten wird es einem früher oder später sehr sehr langweilig. Das hat auch Remi dazu gebracht, unseren Hausrat selber zu schnitzen. Ja genau... wenigstens ein Teil davon. Man nehme ein Sackmesser, ein paar Bambusrohre und Plastikschnur, sägt ein wenig daran herum, und fertig ist das Küchenregal. Sogar die Locals mussten ihr anfängliches Lächeln bald versorgen. Denn das Regal sieht dem „Sasak-Style“ sehr sehr ähnlich.

Zurück zu unserem Plan. Wie gesagt werden wir den August für unsere Weiterbildung nutzen. Von Anfangs September bis Ende November ist dann wieder Tauchen bis zum abwinken angesagt. Wie dass dann in der Praxis aussehen wird, werdet ihr später hier auf www.roethlisberger.li erfahren. Anschliessend, am 30. November 2011, geht es mit Chinas Eastern Airlines weiter nach Los Angeles (USA), wo unsere Reise in die zweite Etappe – nach Südamerika – weitergehen wird.