Mnche_vor_einem_der_Tempel_in_Phnom_PenhDie Busfahrt nach Phnom Penh war alles andere als entspannend. Schon als wir uns beim Treffpunkt einfanden, kam uns das Ganze ein wenig spanisch vor. Es waren sehr sehr viele Leute da. Und alle wollten nach Phnom Penh. Nagut dachten wir. Man sollte ja nicht gleich vom Anfang an den Teufel an die Wand malen. Doch das ungute Gefühl blib bestehen und bewarheitete sich in Form eines total überfüllten Buses. So hatten wir die Ehre, von Don Det bis zur Grenze von Kambodscha einen Stehplatz im Bus einzunehmen.

Nach dem Passieren des Grenzbostens und unzähligen Knotenpunkte – die natürlich alle ein wenig Dollers wollten – hatten wir dann das Vergnügen, bis Phnom Penh 4 mal das Fahrzeug wechseln zu dürfen. Was solls, wir kamen wenigstens heil in Phnom Penh an.

Das Suchen und Finden einer Unterkunft ging dann relativ schnell. War ja auch keine Kunst. Denn wir wurden mitten in der Partymeile und dem Rotlichtviertel von Phnom Penh abgesetzt. Und da muss es ja freie Zimmer haben. Uns war auf jeden Fall erstmals egal wo wir waren. Wir wollten entlich mal was essen und dann schlafen gehen. Dies machten wir dann auch.

Am nächsten Morgen planten wir während unseres Frühstücks den Tag. Ein Ausflug zu den Killing Fields war angesagt. Die Killing Fields waren während der Zeit der Roten Khmer eine Art Konsentrationslager, in denen eine ethnische Säuberung vollbracht wurde. Mehr dazu hier klicken.

Schnell hatten wir einen Tuk Tuk Fahrer gefunden der uns für 9 Dollar zum genannten Ort karrte. Die Fahrt dort hin war spannend. Denn unweit unseres Ausgangspunkts zeigte sich Phnom Penh von seiner schönen Seite. Königspalast, National-Museum, Tempel – uns wurde eine Mänge geboten. Nach ca. 30min Fahrt erreichten wir das Killing Field. Schon von weitem war ein grosser Turm zu sehen, der als Mahnmal nach der Aera Phol Pot aufgestellt wurde. 2 Doller kostete der Eintritt pro Person. Was uns dann hinter den Eingangspforten erwartete, war echt schauderhaft und unvorstellbar. Im Turm waren hunderte wenn nicht tausende Schädel aufgestapelt, die von den Getöteten dieses Killing Fields stammten. Damit nicht genug. Hinter dem Turm war der ganze Boden übersäht mit Kratern, in den die Opfer zum teil lebendig begraben wurden. Auf den Gehwegen kommen überall noch Knochen und Kleiderstücke zum Vorschein, die vom Regen nach und nach aus dem Boden gewaschen werden. Unvorstellbar was hier vor knapp 35 Jahren geschehen sein muss. Mehr über die Rote Khmer und ihre Gräueltaten kannst du hier lesen.

Ein wenig geschockt ging es nach 2 Stunden wieder zurück nach Phnom Penh. Unsere Tuk Tuk Fahrer machte uns noch kurz eine Freude und crashte einem vorausfahrendem Scooterfahrer ins Hintern. Nichts passiert! Nur ein wenig das Fahrgestell verschoben. So hatten wir die Ehre, Phnom Penh noch von einer anderen Seite zu sehen. Unser Fahrer hatte nämlich nur noch sein Tuk Tuk im Kopf, und klapperte diverse Werkstätten in der Gegend ab. Als er uns dann entlich vor dem Königspalast absetzte, nahmen wir den Rückweg zu Fuss in Angriff.

Wir schlenderten noch ein wenig durch die Strassen und Gassen von Phnom Penh, und buchten unsere Weiterreise nach Siem Reap am nächsten Morgen.