Himmel_ber_dem_MekongDie 4000 Islands – eine der bekanntesten und schönsten Regionen von Laos. Hier schlängelt sich der Mekong um unzählige kleinere und grössere Inselchen, die nicht mehr sind als Sandbänke mit ein wenig Grün darauf. Auf einigen dieser Sandbänke lässt es sich jedoch sehr gemütlich leben. Die bekanntesten dieser Inseln heissen Don Kong, Don Det und Don Kon. Wir haben Don Kong und Don Det besucht – wovon Don Det mit Abstand die attraktivere der beiden Inseln ist.

Viel zu erzählen gibt es über das Leben und die Leute auf den Inseln nicht. Denn irgendwie scheint dort die Zeit still zu stehen. Ausser dem bekannten „Tubing“ (chillen auf alten Autopneus auf dem Mekong), Velotouren um die Insel (zu Fuss hat man 1 Stunde) und Essen gibt es nicht viel zu tun. So war es auch nicht erstaundlich, dass es Remi ziemlich schnell langweilig wurde.

Zudem war das „Gro“ der anwesenden Backpackers aus dem Schlag „Rastaman“ und „Studiabsolvent“.  Somit braucht es scho viel viel Bier und Überwindung, sich an das Leben und die Umgangsformen genannter Clientel zu gewöhnen. Doch eins muss man den örtlichen Business- und Tourismus-Verantworlichen lassen. Sie haben sich super auf diese Zielgruppe eingestellt. „Happy“ war das Zauberwort. Happy vor allem, dass geraucht, gegessen und getrunken werden konnte. „Happy“ heisst zu Deutsch „Haschisch“ uns sonstiges, was eben Happy macht. Sogar ein „Hangover-Brakefast“ konnte geordert werden. Dies diente dem Kater nach der „Happy-Mahlzeit“ und wurde mit Tabletten namens Valium und Parazetamol serviert. Unglaublich... Vieleicht stellen die Behörden von Don Det deshalb solche Schilder vor Brücken, wie dieses im nachfolgenden Bild.

Unglaublich war auch, dass wir während unserer Anwesenheit auf der Insel, gerade einmal etwas bestellen konnten, das einigermassen gut war. Ansonsten war das Essen – naja – fürs Überleben gedacht. Lustig war auch, dass die Menukarten aller Restaurants und Gasthäuser plus-minus die gleichen waren. Wollte man was bestellen, musste man schon 3 bis 4 Anläufe nehmen. Meistens gins nach der Order ca. 10 Minuten bis das Servierpersonal mit der Info auftauchte, dass das bestellte nicht vorhanden sei. Ein Beispiel: Pizzeria – wir bestellten Pizza – Servierdüse kommt – es habe kein Käse.

Aber sonst war eigentlich alles OK. Doch eine Frage wurde uns auf der Insel nicht beantwortet: Wie schafft es ein und der selbe Gast, seit 13 Jahren jeweils 6 Monate pro Jahr Urlaub auf Don Det zu machen?  Keine Ahnung. Vieleicht sollte wir da mal Frau Merkel Fragen, ob mit Harz4 sowas möglich ist.


Viert Tage später gings dann früh morgens mit dem Bus nach Kambodscha – Phnog Penh.