ohne worteIhr könnt euch gar nicht vorstellen, wie froh dass wir waren, als unser Flieger in Cancun gelandet ist. Wir waren wieder in der Wärme. Wobei... Asien war noch ein Zacken wärmer. Fertig gemotzt – es war auf jedenfall angenehmer als in Los Angeles. Dazu konnte man auch wieder etwas gutes Essen, ohne dass ein Vermögen dafür drauf ging. Als wir mit dem Shuttle-Bus von Flughafen in Cancun-City eintrafen, war als erstes „Unterkunft suchen“ angesagt. Die hatten wir auch ziemlich schnell gefunden. Müde aber zufrieden gingen wir schlafen. Am nächsten Tag stand nämlich „Divecenter suchen“ auf dem Programm. Doch das mit dem Schlafen ging nur gerade bis um Mitternacht gut. Jedenfalls solange, bis das Hostel nebenan zur Open-Air Party rufte. Ohropax war angesagt. Mit den ersten Sonnenstrahlen um 6.00 Uhr in der Früh entfehrnten wir die Stöpsel wieder. Und was war zu hören? Das Hostel war immer noch am Rocken. So stand erneut „Unterkunft vor Divecenter suchen“ an.

Ihr fragt euch sicher, was wir in einer Destination wie Cancun verlohren haben. Berechtigte Frage. Denn Cancun ist definitiv nicht die Backpacker-Absteige. Aber es gibt da drausen im Meer etwas, dass das Übernachten in Cancun lohnensewrt macht. Nämlich ein Unterwassermuseum. Mit Aquaworld ging es  am nächsten Tag gleich los. Wir fuhren auf direktem Wege an ein Aussenriff vor Cancun. Während der Fahrt wurden wir über 20 Minuten für einen 10 Meter Tauchgang gebrieft. Grundlage war wahrscheinlich der Testosteronüberschuss unseres Instructors, der sich aus irgend einem Grund brüsten wollte. Egal – als wir zum ersten Tauchgang abtauchten konnte der nicht mehr reden. Zudem hatte er alle Hände voll zu tun, um den Rest der Gruppe zusammen zu halten und auf den Grund zu bringen. Nach 60 Minuten und vielen Eindrücken wurden wir gebeten, unseren Tauchgang zu beenden und aufs Boot zurück zu kommen. Dort angekommen hiess es Tank wechseln. Der zweite Tauchgang stand an. Nach weiteren 45 Minuten wollten wir dann zurück aufs Boot. Wir tauchten beide ohne Wetsuit. Der hätte nämlich zur Ausrüstungsmiete noch extra gekostet (ziemlich unverständlich). Wir haben uns beide einiges mehr erhofft. So kehrten wir ein wenig entäuscht zurück in unser Hotel, wo wir alles zusammen packten und für die Reise nach Playa del Carmen fertig machten.



 
Am nächsten Morgen gings um ca. 9.00 Uhr los. Ab an die „ADO“-Bushaltestelle. Dort angekommen wartete bereits unser Bus auf uns.Eine Stunde später standen wir schon mitten in Playa del Carmen. Schon alleine der erste Eindruck von Playa war um Welten freundlicher als der von Cancun. Doch anstelle von Exploren war wider einmal Unterkunft suchen angesagt. Anna hatte schon bald etwas gefunden. Wir checkten ein und machten uns auf den Weg – wie könnte es anders sein – um eine Tauchbasis zu suchen. Playa del Carmen ist bei Tauchern nämlich für die unzähligen „Cenotes“ bekannt, die mit dem Auto zwischen 10 Minuten und einer Stunde zu erreichen sind. Anna war schon mal zum Tauchen in Playa. So lag es auf der Hand, dass wir nach der gleichen Tauchbasis ausschau hielten, mit der Anna 6 Jahre zuvor abgetaucht ist. Gesucht, gefunden und eingecheckt. Die nächsten 3 Tage war Cenotes-Tauchen angesagt.

Am nächsten Morgen ging es dann auch bereits los. Wir lehrnten unseren Guide, ein Local namens Memo, kennen. Als erstes stand Ausrüstungs-check  auf dem Programm. Anschliessen gings auf direktem Weg zur Cenotes mit den Namen „Dos Ojos“, was soviel heisst wie: „Zwei Augen“. Als wir uns auf zum Einstieg machten, vielen Remi fast die „Dos Ojos“ aus dem Kopf. So etwas schönes, blaues, klares... – einfach sprachlos.

Memo setzte zum Briefing an. Auch das war recht ausführlich. Nur hatte diese Angelegenheit dieses Mal seine Brechtigung. Höhlen-Tauchen ist nicht ohne und kann schnell mal ins Auge gehen. Dann – Setup der Ausrüstung, Check der Lampen, und schon testeten wir die Temperatur des wunderbarern, in der Sonne schimmernden Blaus. Wir wollten schon gar nicht mehr aus dem Wasser. Die von Stalagmiten und Stalagtiten gesäumten Höhlengänge haben es uns angetan. Unbeschreiblich das Gefühl, in glasklarem Wasser (Sichtweiten bis 100 Meter) durch eine sureale Welt zu schweben, die seines gleichen sucht. Unterirdische Salzwasserflüsse formten Thermoclines. Bakterien bildeten Nebelfelder, die wie Wolken im Wasser hiengen. Fossilien liesen erahnen, was sich vor tausenden von Jahren hier abgespielt haben muss. Und es würde ja noch so viel zu endecken geben. Doch irgendwann geht auch in einer Höhle die Luft dem Ende zu. So hiess es nach 2/3 der Flasche auftauchen.

In den kommenden Tagen tauchen wir noch 4 mal ab. Unter anderem im „The Pit“, „Chac Mool“ und einer weiteren Cenote, bei den wir den Namen nicht mehr genau wissen. Egal – es war einfach nur der Hammer. Und wir können jedem der Taucht, keine Angst vor Dunkelheit und Engniss hat, nur empfehlen, nach Playa del Carmen zu fahren und die Cenotes zu betauchen. Ebenfalls könnten wir noch Stunden darüber schreibe, wie wir das Tauchen in den Cenotes erlebt haben. Doch die eine oder der andere würde sich früher oder später anfangen zu langweilen.




Tauchen ohne zu arbeiten ist doch ein wenig teuer. Und wir sind ja nicht nur zum Tauchen nach Mexico gekommen. Deshalb gings nach 4 Tagen Playa del Carmen auf direktem Weg weiter nach Palenque, dass für seine Maya-Ruinen bekannt war. Mehr dazu im nächsten Reisebericht.