Uferweg_in_SabangNach einer ziemlich schlaflosen Nacht im Stone House, Manila, starteten wir früh morgens unseren Trip nach Sabang. Sabang ist ein kleines Touriörtchen am nördlichen Ende von Mindoro unweit von Manila entfehrnt. Anscheinend soll es dort wirklich gut zum tauchen sein und doch eine gewisse Infrastruktur haben.

Nach knappen zwei Stunden Busfahrt erreichten wir das Hafenstädtchen Batangas, von wo uns eine riesen Banka nach Sabang verschiffte. Die Überfahrt lief reibungslos und gemütlich ab. Einzig die Bootscrew ging uns ein wenig auf den Senkel. Es wurde nämlich erwarteten, dass jeder auf dem Schiff eine Schwimmweste tragen sollte. Naja... wiederwillig zogen wir das Ding über.

Sabang zeichnete sich nach knapp einer Stunde am Horizont vor der Banka ab. Nochmals 10 Minuten später machte die Schiff bereits am Hafensteg fest. Anscheinend war dies das Zeichen für duzende geschäftigen Locals, aufs Schiff zu stürmten und mit ihren Angeboten für Unterkünfte zu werben. Eigentlich eine nervige Sache. Doch dieses Mal hatten wir echt Glück. Eine alte Frau bot uns eine Unterkunft für 500 PhP unweit vom Strand an. Also folgten wir ihr und kamen 5 Minuten später nicht mehr aus dem Staunen raus. Wir standen in einer Wohnung mit Wohnzimmer, Küche, Schlafzimmer und separatem Badezimmer. Und alles zusammen für nur – naja - 600 PhP. Natürlich mussten wir uns nicht lange überlegen, ob wir dieses Angebot annehmen möchten. Vorallem nicht nach der letzten Nacht in Manila. So etwas hatten wir schon lange nicht mehr. Überwältigt von unserem neuen Zuhause genossen wir kurze Zeit später unseren ersten Sonnenuntergang auf „unserer“ Veranda. Sogar ein Haustier war in den 600 PhP inbegriffen. Ein Büsi namens „Säbu“ – so nannte es jedenfalls Anna. Säbu blieb uns während unseres Aufenthalts in Sabang mehr oder weniger die ganze Zeit treu.

Am nächsten Morgen sahen wir uns nach einer günstigen Tauchbasis um. Die fanden wir dann auch. „Dive with Chot“ hiess das Unternehmen. Für 2 Tauchgänge inkl. Material wurden lediglich 1600 PhP verlangt. Das ist umgerechnet CHF 19.—pro TG. Aber mehr zum Tauchen ein klein wenig weiter unten unter „Tauchen“.



Nachdem wir die Tauchbasis für die nächsten Tage gefunden hatten, gingen wir mal Sabang ein wenig näher anschauen. Sugar-Daddies waren wir uns ja bereits aus Manila, Alona-Beach und Malapascua gewöhnt. Doch was wir hier in Sabang angetroffen haben, überstieg all unsere Vorstellungen. Sabang ist in zwei, drei Worten zusammengefasst ein riiiiiiesiges Puff mit unzähligen Tauchbasen. Irgendwie kamen wir uns ziemlich dämlich vor, denn wir waren bei weitem die Einzigen, die als Paar die gleiche Herkunft hatten. Naja... wir waren ja wegen dem Tauchen her gekommen. Also einfach nicht hinschauen und die anderen Seiten unseres Aufenthalts in Sabang geniessen.

Dies machten wir dann auch. Als erstes in Form eines Ausfluges nach Puerto Gallera. Denn dort waren die nächsten ATM’s. Und wir waren sowas von blank, dass wir gerad noch genug Geld für ein Jeepney hatten. Nachdem wir den ATM gefunden und geleert hatten, gingen wir Vorräte für unsere tolle Wohnung mit Küche und Kühlschrank einkaufen. Salat, Früchte, Nudeln und Reis zierte unsere Einkaufstausche. Sogar eine Tube Thommy Maionaise hatten wir gefunden. Also stand eine super Salat- und Spaghettisauce nichts mehr im Weg. Denn die lokalen Saucen, Backwaren – eifach alles – ist gesüsst und strotzt nur so von Zucker.

Nach eine wirklich leckeren Salatteller und frischem Brot gingen wir schlafen. Am nächsten Morgen hiess es nämlich früh aufstehen. Tauchen war angesagt. Doch zuerst mussten wir von userer Vermieterin hören, dass wir leider die Wohnung abgeben mussten. Sie hatte uns ganz vergessen zu sagen, dass eine Reservation auf den Folgetag besteht und wir deshalb nicht länger in der Wohnung bleiben können. Ja ja ja... immer das Gleiche. Langsam aber siche mussten wir wirklich aufs Maul sitzen, um uns nicht unanständig über die immer gleiche Abzocke zu äussern. Anna war die Entäuschung sichtlich anzusehen. Denn so eine super schöne Unterkunft hatten wir schon wirklich lange nicht mehr.
Schwamm drüber – tauchen stand an. Also hopp hopp in die Badehose/Bikini und Tauchgerät zusammen schrauben.

Tauchen:

Das Tauchen rund um Sabang kann in vielen Sachen punkten. Das Hausriff unmittelbar vor der Tür ist wirklich super schöne mit Weichkorallen bewachsen. Ein paar Meter weiter drausen liegt ein Wrack nach dem andern. Einzig die Sicht lies ein wenig zu wünschen überig. Doch auch die wurde nach ein paar Tagen besser. Wir konnten während unseren Tauchgängen unzählige Nacktschnecken bestaunen. Ebenfalls trafen wir auf riesige Tunas, die sicher gegen die 2 Meter lang waren. Etwas ganz besonderes waren die sogenannten „Electirc Shells“. Muscheln, die wie ein Stroboskop blitzen. Sah echt witzig aus. Hat man aber nach der ersten Sichtung gesehen. Strömung hatte es auch ohne Ende. Manchmal so viel, dass man das Riff, das im Fluge vorbei zog, gar nicht richtig geniessen konnte. Im grossen und ganzen konnten wir das Tauchen jedoch geniessen. Zu beginn hatten wir ein, zwei Tauchgänge, die wir uns hätten sparen können. Aber mehr möchten wir an dieser Stelle nicht zu den genannten Ausflügen sagen.

Nach 8 Übernachtungen und viel Erholung kehrten wir nach Manila zurück, wo es einen Tag später in den Norden ging – zum Wellen reiten - Mehr dazu im nächsten Reisebericht aus San Fernando, La union.