Thumbnail imageAls wir mit der Super Cat Ferry gegen Mittag in Cebu angkamen schien die Sonne und es war angenehm warm. Anders als gewohnt wurde wir beim verlassen des Piers nicht von Horden wartender Taxifahrer überfallen. Es waren lediglich ca. 5 Stück da. Und so war schnell einer gefunden, der uns ins Hotel Century in Downtown brachte. Für 700 Pesos gab es da ein Zimmer mit AC und eigenem Bad. Doch war auch dieses Zimmer wie in Ormoc gegen die Strasse gerichtet. So fragten wir an der Reception höflich nach, ob eventuell noch ein anderes Zimmer gegen den Hinterhof und in der gleichen Preisklasse frei wäre. Unkompliziert bekamen wir einen anderen Schlüssel. Das Zimmer war sauber, hatte ebenfalls AC und ein eigenes Bad und sogar einen grösseren Fehrnseher. Super dachten wir! Aber auch nur bis um 21.00 Uhr. Dann startete nämlich die Discothek einen Stock tiefer. Und die hörten wir nicht nur – wir fühlten sie auch. Generft aber immer noch freundlich informierten Remi die Reseption. Es ging nicht lange, hatten wir einen weiteren Schlüssel von einem dritten Zimmer – ebenfalls gegen den Hinterhof gerichtet - in der Hand. Da war keine Strasse und keine Discothek zu hören. Doch fingen in diesem Zimmer – beziehungsweise im Innenhof hinter dem nicht verschliessbaren Fenster des Zimmers, junge Katzen an zu mauzen. Ach was solls dachten wir und brachten auch diese Nacht über die Runden.

Am nächsten Morgen gings dann in aller Früh zum örtlichen Busterminal, wo wir den Bus nach Maya, einem kleien Dörfchen am nördlichen Ende von Cebu, nahmen. Nach 3,5 Stunden und mindestens 55 grauen Haaren mehr erreichten wir Maya auch. Da wartete auch schon eine Banka (philippinisches Boot), die uns nach Malapascua brachte.

In Malapascua angekommen dauerte es gerade mal 10 Minuten, bis wir eine Unterkunft fanden, die in unser Budget passte. B&B hiess das gute Stück und liegt 3 Gehminuten vom Mainbeach entfehrnt im Inselinnern.

Schnell schnell legten wir unsere Rucksäcke ab und gingen die Insel erkunden. Am Mainbeach reihte sich Tauchbasis an Tauchbasis und Restaurant an Restaurant. Wie das Traveler tun ging jetzt das Feilchen los. Wieveil kostet hier der Tauchgang. Gibt es einen Discount wenn wir ein Teil unseres eigenen Tachgerödels mit dabei haben. Was kosten die Tauchpackete - die typischen Fragen eben. Und so blieben wir bei einer Tauchbasis namens Divelink hängen. Die verlangte für einen Tauchgang inkl. Material und Marinpark-Fee 1‘350 Pesos. Das war in etwa die gute Mitte zwischen allen Angeboten, die wir an diesem Nachmittag bekamen.

Am nächsten Morgen ging es dann um 9 Uhr los. Gato Island stand an. Gato ist eine kleine Insel, die ca. 1 Stunde Bootsfahr von Malapascua entfehrnt lag. Als wir abtauchten war die Sicht sehr sehr bescheiden. Am Grund war maximal 10 Meter sich vorhanden. So erschreckte sich Anna nicht schlecht, als plötzlich ein Weissspitzenriffhai rechts neben ihr aus einer Höhle geschossen kam. Er drehte eine Runde und legte sich wieder hin. Auch sonst bot der Tauchplatz einiges. Sepien, Nacktschnecken in allen Variationen, Seeschlangen und und und. Auch eine Höhle zum durchtauchen war da. Im Innern legten sich weitere Weissspitzenriffhaie schlafen. Natürlich suchten diese das Weite, als wir ankamen. Es war ein hammer Schauspiel, als die Haie vor uns im Blau des Höhlenausgangs das Weite suchten.

Erschöpft aber glücklich kamen wir ca. um 3 Uhr nachmittags vom tauchen zurück. Als erstes wurde das Material sauber gemacht. Dann stand duschen und anschliessend Abendessen auf dem Programm. Ein Restaurant namens „Gin-Gin“ lag gleich um die Ecke. Wir setzten uns und schlugen die Speisekarte auf. Was uns da anlachte war mehr als nur der Hammer. Viele internationale Menüs zu super moderaten Preisen. Genau dass, was der Backpacker sucht. So war es dann auch nur mehr als verständlich, dass wir während unseren ganzen 5 Tage Aufenthalt auf Malapascua, kein einziges mal in einem anderen Restaurant waren.  Denn nebst den moderaten Preisen war das Essen im Gin-Gin auch super gut.

Die Insel Malapascua:

Malapascua selber hat nicht wirklich viel zu bieten. Es ist eine typische Insel zum ausspannen, schnorcheln und tauchen. Es gibt einen Mainbeach und viele kleine andere Strände, die mehr oder weniger gut zu Fuss zu erreichen sind. Die Preise der Unterkünfte varieren zwischen 400 Pesos und unbezahlbar.
Wer mal nicht am Strand liegen oder tauchen gehen möchte, kann zu Fuss die Insel umrunden. Natürlich nur wenn er/sie den richtigen Weg einschlägt und nicht wie Remi wieder nach 30 Minuten zurück am Mainbeach landet. Naja... wir waren nicht die Einzigen, denen das passierte.



Das Tauchen rund um Malapascua:

Rund um Malapascua gibt es diverse Tauchplätze, die zwischen 10 Minuten und 2 Stunden entfehrnt liegen. Der bekannteste Tauchplatz ist sicher die Putzerstation „Mola Shol“, wo es früh morgens (man steht dafür um 4.30 Uhr auf) auf einem 22 Meter tiefen Plateau Trashersharks zu sehen gibt. Wobei... Remi war jetzt schon das 5 Mal da unten. Und die Trashersharks waren leider nicht da oder haben verschlafen. Ebenfalls gibt es beim Tauchplatz „Lighthouse“ den seltenen Maderin-Fisch zu bestaunen. Auch Seepferdchen sind dort anzutreffen. Für Wrackliebhaber stehen drei Wracks bereit, die in Tiefen bis zu 32 Meter liegen.