Früh morgens  um 7.00 Uhr schnappen wir uns in Alona Beach ein Tricyel, dass uns zum Bus Terminal Nord in Tagbilaran brachte. Da angekommen ging es keine 5 Minuten, bis unsere zwei Hintern Platz in einem Mini-Van fanden, der uns nach Ubay, einer kleinen Stadt am nördlichen Ende von Bohol brachte. Von dort aus ging es dann mit einer Ro-Ro-Fähre weiter nach Massin. Es hat angefangen zu regnen. Und das nicht nur ein bischen. Es schütteteaus Kübeln. Doch bis zu diesem Zeitpunkt konnte uns das Wetter die gute Laune noch nicht verderben.

Die FähThumbnail imagere von Ubay fuhr pünklich um 12.30 Uhr los. Eingepfercht in Plastikplanen sassen wir auf dem Oberdeck des Autofrachters. Der Wind bliess durch unzählige Löcher und Risse in der Plane, die provisorisch als Dach herhalten musste. Auch der Regen blieb nicht ganz draussen. So harten wir 3 Stunden aus, bis wir Massin ein wenig unterkühlt und durchnässt erreichten.

Von Massin aus gings dann nochmals eine Stunde mit dem Jeepnei weiter. Denn Patre Burgos, unser Ziel,  lag ganz im Süden der Insel. Auf der Fahrt dorthin mussten wir feststellen, dass es auch auf Leyte selber nicht aufhören wollte zu regnen. Ganze Häuser standen knietief Wasser. Unvorstellbar, wieviel Wasser in Wolken platz haben kann.

In Padre Burgos angekommen ging es darum, baldmöglichst eine Unterkunft zu finden. Remi war mit seinen Nerfen am Ende. Alles war durchnässt und schmutzig. Dazu kam, dass uns kein Tricylefahrer mitnehmen wollte. Ebenfalls hatten wir noch überhaupt nichts gegessen. So mussten zwei wirklich üble Hot Dogs von einem Strassenstand herhalten, um den grösster Hunger zu stillen. Anna gelang es dann doch noch, einen Tricyle-Fahrer anzuheuern, der uns zu Peter’s Dive Resort brachte. Da angekommen wurde wir darüber informiert, dass nur noch ein Keihüttenbett in einem Dorm frei wäre. Ziemlich generft und demoralisiert stimmten wir dem Angebot zu. Es regnete immer noch. Und es macht auch nicht den Anschein, dass es bald aufhören würde. Müde und fertig gingen wir nach einem überteuerten Nachtessen ins Bett.

An dieser Stelle wird es Zeit, euch zu erzählen, was wir eigentlich in diesem Nest „Padre Burgos“ wollten. Padre Burgos ist bekannt für Whalesharks. Doch die waren per Zufall in Urlaub gefahren. Jefenfalls waren sie nicht da. Und so packten wir am nächsten Morgen unsere sieben Sachen zusammen und fuhren zurück nach Massin. Wenigstens regnete es nicht mehr. Sogar die Sonne zeigte sich. Ebenfalls tat dies die Insel Leyte – und zwar von seiner schönsten Seite. Saftige grüne Reisplantagen, Wälder, unberührte Strände – alles was das Traveler-Herz höhrer schlagen lässt. Doch zu tun gab es nicht wirklich viel. Und so nahmen wir in Massin einen Mini-Van Richtung Ormoc, einer kleinen Stadt im Norden Leytes. Da hatten wir das unglaubliche Glück, das mit Abstand lauteste Hotelzimmer der Welt zu bekommen. Denn dieses lag unmittelbar neben dem städtischen Bus- und Schiffterminal. Zudem hat es der Hotelbetreiber nicht für nötig gehalten, Scheiben – beziehungsweise verschliessbare Fenster in den Zimmer zu motieren. Um einen einigermassen erholsamen Schlaf zu garantieren, wären Ohropax in der Grösse eines Kleinwagens von nöten gewesen. Naja... wir hatten ja zum Glück noch Erfahrungsreserven aus Indien im Gepäck.

Am nächsten Tag ging es dann mit der Super Cat Ferry weiter nach Cebu – der Hauptstadt von Cebu Island.