Alona_Beach_1Nach einer fast schlaflosen Nacht, 5 Stunden Flug und 4 Stunden Aufenthalt in Manila, sind wir entlich in Tagbilaran, der Hauptstadt von Bohol angekommen. Doch wir hatten noch kein Zimmer gebucht und bis dahin auch noch kein Bett zum Ausschlafen gefunden. Es lag ebenfalls noch eine Fahrt mit dem Tricyle von ca. 40min vor uns.  Doch auch die ging irgendwie vorüber. Anna war so müde, dass sie schon fast im Stehen einschlief. So entschloss sich Remi, Anna und die Rucksäcke in einem Strandkaffee abzuladen und auf die Suche nach einem Zimmer zu gehen. Nach 1.5 Stunden war es dann soweit. Remi hatten entlich eine Unterkunft gefunden. Als wir diese dann bezogen, viel Anna nur noch ins Bett und war nicht mehr ansprechbar. Ganz anders ging es Remi. Der war irgendwie hell wach. So schnappte er sich Flossen, Schnorchel und Taucherbrille und ging das Hausriff von Alona Beach begutachten. Wou!!!! Es war schlicht und eifach der Hammer. Fisch und Korallen ohne Ende. Nur die Sicht lies ein wenig zu wünschen überig. Aber auch die sollte in den nächsten Tagen noch besser werden.

Als Anna irgendwann gegen späteren Nachmittag doch noch das letzte bischen Tagesslicht erblickte, gingen wir zusammen Alona Beach anschauen. Alona Beach zeigte sich von einer sehr touristischen Seite. Eine Tauchschule reihte sich an die andere. Dazwischen unzählige Strandkaffees und Restaurants. Wir entschlossen uns schlussentlich für ein günstiges Strandbeizchen, was wir bald darauf bereuten. Beide orderten Spaghetti. Nur waren die einfach ein wenig anders als die Spaghetti in Europa. Diese waren süss und eifach „Wääääk“. Naja... gequelt vom Hunger wurde das süsse Nudelgericht in die Magengegend befördert. Leicht angeheitert durch einen Liter Red Hours (lokales Bier mit 6.5%) entschieden wir uns bald einmal für die wohlverdiente Nachtruhe.

Am nächsten Tag wurden wir sehr sehr früh geweckt. Doch dieses mal hat kein Zimmernachbar, Verkehr oder sonstiges die Schuld. Es waren unzählige „Gockel“. Philippinos haben neben Katzen und Hunden auch „Gockel“ als Haustiere. Und die werden richtig verhetschelt und verwöhnt. Schlussentlich gehts darum, mit den Gockeln einen Kampf zu gewinnen und die eigene Ehre zu festigen und  zu erhalten. Cock-fights heisst das Zauberwort. Jedenfalls starten genau diese Gockel eine lautes „Kickericki-Konzert“ jeden Morgen pünklich um 4 Uhr. Und das war ziemlich gewöhnungsbedürftig.



Natürlich sind Anna und Remi wegen dem Tauchen nach Alona Beach gekommen. Und so machten sie sich auf die Suche nach einer guten und günstigen Tauchschule. Schnell mussten wir erkennen, dass das mit dem „Günstig“ nichts werden sollte. Doch glücklicherweise lernten wir Tim kennen. Tim ist der Manager von Ocean World, einem Tauchcenter mitten in Alona Beach. Tim macht uns beiden einen sehr sehr guten Preis. Und so stand unserem Tauchvorhaben nichts mehr im wege. Mehr zum Tauchen ein wenig weiter unten unter „Tauchen“.


Anfangs März wurden wir zum ersten Mal mit Besuch aus der Heimat beehrt. Remis Mutter, sein Bruder und ein Freund dessen kamen für zwei Wochen vorbei. Im Gepäck: Fondue, Käse, Servelatt, Landjäger und Staldercréme. Unglaublich wie gut das tat, nach knapp einem halben Jahr wieder einemal etwas aus der fernen Heimat essen zu können. Zudem durften wir uns von den Kochkünsten von Lena, Remis Mutter, verwöhnen lassen.
 Elias (mein Remis Bruder) und Lukas (Elias Freund) entschlossen sich, ihren Open Water Diver Kurs in Alona Beach zu machen. Das war natürlich auch für Remi die Gelegenheit, die erste Erfahrung als Tauchlehrer ausserhalb der Schweiz zu sammeln. Nach ein wenig rumfragen war es dann soweit. Felix Sutter, der Basisleiter der Sea Explorers, stelle uns seine Räumlichkeiten und das Material zur Verfügung. An dieser Stelle nochmals ein super grosses Dankeschön an Felix, dem Baisleiter der Sea Explorers Alona Beach. Vier Tage später durfte Elias und Lukas als brevetierte Open Water Diver (siehe Video) das erste Mal Balicasac Island von unten betrachten.


Das Tauchen:

Das Tauchen rund um Alona Beach ist kurz gesagt einzigartig. Es gibt für alle Brevetierungsstufen etwas. Zudem liegt ein superschönes Hausriff 150 Meter vom Strand entfehrnt. Haupttauchgebiet ist die kleine vorgelagerte Insel Balicasac. Diese punktet mit Steilwänden, Korallengärten, Schildkröten, grossen Jack-schulen, Nacktschnecken in allen Variationen und vielem vielem mehr.
 


Es gibt jedoch nicht nur gutes über das Tauchen rund um Alona zu berichten. Zum einen musste wir feststellen, dass es immer noch Fischer gibt, die Grossfisch wie Mantas und Trashersharks rausziehen und zum andern wir für jeden Sch%/*@? eine Steuer verlangt. In Dumagete (kleines Städtchen in Negros) sind die Behörden schon soweit, dass zum Beispiel für das Verwenden einer Unterwasserkamera eine Steuer bezahlt werden muss. Auch eine Riffsteuer wurde auf den 1. März 2011 eingeführt. Für den Backpacker natürlich pures Gift. Sogar fürs Schnorcheln müsste man theoretisch 50 Pesos Riffsteuer bezahlen. Dies zwang uns in den ilegalen Grenzbereich des Schwarzschnorchelns. Deshalb entschlossen wir uns, Negros zu canceln und Süd Leyte anzusteuern.

Umgebung Panglao und Bohol:

Panglao und Bohol haben nebst dem Tauchen auch noch andere Sachen zu bieten. An forderster Front sind natürlich die Chocolate-Hills, kleine Berge die aussehen wie Toblerone. Auch diverse Kirchen aus der spanischen Kolonialzeit sind zu bestaunen. Auf Panglao gibt es ebenfalls eine Höhle, die zu Fuss erkunden werden kann. Mehr dazu unter disem Link
Ebenfalls ist Tagbilaran, die Hauptstadt von Bohol, einen Abstecher werde. Dort erfährt man das bunte Leben so wie es in einer philippinischen Kleinstadt eben so ist.



Unsere Weiterreise:

Nach knapp vier Wochen Alona Beach und Tauchen bis zum abwinken, entschlossen wir uns, nach Süd Leyte – genauer gesagt Padre Burgos – weiter zu reisen. Dies war ein wenig ein Reinfall. Mehr dazu im nächsten Reisbericht.