Und_solche_Straende_gibts_in_Khao_LakKhao Lak – der Name dürfte allen noch gut in Erinnerung sein. Am 26. Dezember 2004 fegte ein Tsunami über das Fischerdörfchen, dass zum Zeitpunkt des Geschehens schon ziemlich touristisch erschlossen war. Auch heute sind noch einige Zeugen der Katastrophe zu sehen. Jedoch hat sich das Leben im grossen und ganzen wieder dem Alltag zugewendet.

Mit dem Schiff und dem Bus erreichten wir Khao Lak gegen Nachmittag. Als erstes mussten wir natürlich Daniel Ulrich, einem alten Arbeitskollegen, einen Besuch abstatten. Dani lebt seit letzten September in Khao Lak und managt da eine Tauchbasis, eine kleine Hotelanlage und ein Restaurant. Als wir mit dem Taxi das Loma Resort erreichten, traf Dani gerade mit zwei Schnuppertauchern ein. Während er seiner Arbeit nachging gönnten wir uns vorerst einen Happen zu Essen. Anschliessend ging es in sein Office, wo wir natürlich – wie könnte es denn anders sein – einen 2-tägigen Tauchtrip auf die Similand Island buchten. Bis dieser jedoch startete, blieb uns noch genügend Zeit, um die Umgebung von Khao Lak zu erkunden.

Einen Tag später taten wir dies dann auch. Zu Fuss ging es ins Nachbardorf, wo ein Tsunamimemoryal in Form eines Polizeibootes stand. Dieses wurde während der Katastrophe über 1 Kilometer ins Landesinnere gespühlt. Gleich nebenan gab es noch ein Tsunamimuseum. Von diesem waren wir jedoch ziemlich enteuscht. Denn aussert ein paar Berichten, die auf grossen Clipboards aufgedruckt waren und ein paar Statistiken, gab es nicht viel zu sehen. So ging es dann zu Fuss wieder retour nach Khao Lak.

Am nächsten Morgen mieteten wir uns einen Roller. Denn gemäss der Tourikarte, die überall auflagen, soll es ganz in der Nähe drei Wasserfälle geben. Also hopp auf den Sozius und ab Richtung Wasserfälle. Der Erst war schnell gefunden. Er lag ca. 7 Kilometer von der Hauptstrasse entfehrnt landeinwerts. Als wir kurz vor dem Wasserfall waren, verspehrte uns eine Barierre den Weg. Natürlich wollte da wieder jemand Geld. Und es war nicht gerade wenig. 100 Baht – umgerechnet CHF 3.50 - pro Person. Für zwei Traveler ist das schon fast ein Nachtessen. Deshalb entschlossen wir uns, zum nächsten zu fahren. Der war zwar ein wenig kleiner, aber trotzdem schön. Den Dritten haben wir dann leider nicht mehr gefunden. Jedoch kamen wir an einem Strassenrestaurant in Genuss eines super guten Essens.

 



Nun war er entlich da – der Tag an dem die Tauchtour nach Similan Island begann. Wir packten unseren Kram zusammen und machten uns gegen 18 Uhr auf Richtung Loma Diving Office. Da angekommen lehrnten wir auch gleich die Anderen, die mit auf die Tour kamen, kennen. Es war eine echt gute Truppe. Kurz darauf packten wir unsere Rucksäcke auf einen Pickup und fuhren zum Pier. Dort wartete unser Tauchboot und ein Willkommens-Drink auf uns. Dani übernahm die Aufgaben des Tourleaders und briefte als erstes die Leute, die auf dem Boot waren. Anschliessend wurde jedem seine Kabine gezeigt. Sie waren klein aber fein und mit allem möglichen wie AC und Phan ausgestattet. Eine gute Stunde später legte das Tauchboot mit einem rituellen Feuerwerk vom Pier ab und nahm Kurs auf die Similans. Natürlich gings nicht lange, und wir gönnten uns unser erstes und zweites Bier. Vieleicht war das für den ersten Abend nicht so eine gute Idee. Denn kaum aus dem Hafen raus wurde die See ein wenig rauer. Nicht viel, aber es reichte zum ein wenig Seekrank zu werden. Naja... das hat jeder mal. Mit diesem Gedanken gingen wir gegen 23 Uhr ab ins Nästchen.

7 Uhr – nächster Tag. Es klopft an der Tür und ein „Guten Morgen – aufstehen“ war zu hören. Zeit für den ersten Tauchgang. Als wir den Kopf zur Kabine raus hielten waren wir einfach in einem andern Film. Um uns rum lauter kleine Inseln, die im kristallklaren und türkisblauen Wasser standen. Unbeschreiblich schön. Und was war das? Da kam doch tatsächlich schon vor dem Morgenessen eine Schildkröte neben den Boot vorbei.  Die Vorfreude auf das was folgte wurde immer grösser. Nach einem kurzen Snack und einem Kaffee wurde durch Daniel das Tauchgangsbriefing gemacht. Gruppenweise machten wir uns fertig. Dann war es soweit. Mit einem grossen Schritt vorwärts gings rein ins Vergnügen. Was wir da unter der Oberfläche zu sehen bekamen war eifach unbeschreiblich. Wasser – so klar wie in einem Bergbach. Fische ohne Ende. Einfach nur der Hammer! Nach dem Tauchgang wurde uns ein reichhaltiges Morgenessen aufgetischt. Von Toast über Früchte zu Würstchen, Speck und Schinken war alles vorhanden. Und denn auch noch so, dass sicher jeder genug hatte. Um 11 Uhr ging es dann das zweite Mal ins Wasser. Auch der zweite Tauchplatz – Barracuda Riff – übertraf alle unsere Erwartungen. Riesige Felsbrocke lagen wild verteilt über den abfallenden Grund. In den diversen Spalten gab es einiges zu endecken. Wieder waren unzählige Fisch unterwegs, die in keiner Form Scheue zeigten. Leider reicht jedoch unsere Luft nur für 65 Minuten. So waren wir gezwungen, unseren Tauchgang zu beenden. Doch es folgten nochmals zwei an diesem Tag. Und so konnten wir uns sicher sein, dass wir gegen 22 Uhr totmüde ins Bett fallen konnten.

Die zwei Tage und natürlich auch die Tauchgänge vergingen wie im Fluge. Es viel uns ziemlich schwer, Abschied von den Similans und von Loma Diving Team zu nehmen. Doch wir sind uns ziemlich sicher, dass dieser Besuch nicht der Letzte gewesen sein wird. An dieser Stelle an alle - Dani, Mike, Schmi, Martina, der Bootscrew - nochmals ein grosses Dankeschön!! Ihr macht das echt super.

Am 10. Januar gings dann um 10.30 Uhr mit einem Bus (es war eigentlich eher ein umgebauter Lastwagen) zurück nach Bangkok. 12 Stunden und einige graue Haare später trafen wir dann in der Hauptstadt ein. Ich wusste bis zu diesem Zeitpunkt nicht, dass so ein Bus 140 km/h auf den Tacho bringt. Mit dem letzten bischen Geduld suchte wir uns ein Hotel und gingen nach einem kleinen Happen ins Bett.